Sie finden uns auch auf:

proNachbar Facebook proNachbar Twitter proNachbar YouTube

EUNWA
 

 
Wir danken unseren Partnern:

Rosa Moser
 

SaferCities
 

2013-02-07 Neue Variante von Erpressungs-Schadsoftware im Umlauf

Das Bundeskriminalamt (BKA-Deutschland) und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI-Deutschland) warnen vor einer neuen Variante von Erpressungs-Schadsoftware, einer so genannten Ransomware, die Computer infiziert und sperrt. Eine Nutzung des Rechners ist nicht mehr möglich. Dabei wird durch die Schadsoftware ein so genanntes Popup-Fenster mit den Logos des BSI und der Gesellschaft für Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) eingeblendet. Darin wird dem Nutzer unterstellt, dass der Rechner im Zusammenhang mit der Verbreitung kinderpornografischen Materials, bei terroristischen Aktionen, Urheberrechtsverletzungen oder anderen Straftaten genutzt worden sei. Es folgt die Behauptung, dass die Funktion des Computers „aus Gründen unbefugter Netzaktivitäten ausgesetzt worden" sei.

Zur Untermauerung der Anschuldigungen werden angebliche Gesetzesvorschriften zitiert, deren Verletzungen Ursache für die Sperrung sein sollen. Bei dieser Variante von Schadsoftware wird auch ein Foto eingeblendet. Dabei handelt sich nach Einschätzung des Bundeskriminalamtes um eine strafbewehrte jugendpornografische Darstellung. Im weiteren Text wird behauptet, dass „die Wiedergabe von pornografischen Inhalten mit Minderjährigen festgestellt" worden sei. Wie bei Ransomware üblich, wird der Nutzer schließlich zur Zahlung von 100 Euro über die digitalen Zahlungsdienstleister uKash oder Paysafecard aufgefordert, um einen Freigabecode zur angeblichen Entsperrung des Rechners zu erhalten.

Hierzu erklären das BKA und das BSI: Weder das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik noch die Gesellschaft für Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) sind Urheber einer solchen Meldung!

- Sollten Sie eine derartige Meldung erhalten, zahlen Sie den geforderten Betrag auf keinen Fall! Ihr Rechner ist bereits mit einer Schadsoftware infiziert, die wesentliche Teile des Betriebssystems verändert hat, um das Popup-Fenster zu generieren. Ein regulärer Zugriff auf Ihr Betriebssystem ist mit hoher Wahrscheinlichkeit auch nach Begleichung der geforderten Zahlung nicht möglich. Vorsorglich wird darauf hingewiesen, dass die Sicherung der in der Ransomware enthaltenen jugendpornografischen Darstellung eine Besitzverschaffung bzw. einen strafbaren Besitz von Jugendpornografie darstellt.

- Lassen Sie sich von dem Foto und der Behauptung, dass "die Wiedergabe von pornografischen Inhalten mit Minderjährigen festgestellt" worden sei, nicht einschüchtern und zu Zahlungen drängen. Es handelt sich hierbei um eine Form der digitalen Erpressung. Sie sind Opfer einer Straftat geworden.

- Halten Sie Ihre Software- und Antivirenschutzprogramme immer auf dem aktuellen Stand. Der Sicherheitskompass der Polizeilichen Kriminalprävention hilft dabei, die zehn häufigsten Sicherheitsrisiken zu erkennen und zu verringern:

http://www.polizei-beratung.de/sicherheitskompass


Weiter Informationen: AKM Trojaner; Polizeivirus

 

 
proNACHBAR

proNACHBAR im Fernsehen ... im Fernsehen

proNACHBAR im Radio ... im Radio

proNACHBAR in Zeitungen ... in Zeitungen

proNACHBAR im Fernsehen

 

 Letzte Meldungen

© 2007-2020 proNACHBAR • Impressum